Wie Technologie und Sehbehinderung das Leben in Italien verändern

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  • 26 October 2024
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In Italien gibt es 108.416 Menschen, die von einer Sehbehinderung betroffen sind, so die bis 2023 aktualisierten Daten von INPS und Istat. Für diejenigen, die seit ihrer Geburt blind sind und diejenigen, die im Laufe ihres Lebens ihr Augenlicht verloren haben, bietet künstliche Intelligenz erhebliche Unterstützung. Durch die Nutzung von Anwendungen und Geräten, die über Smartphones, Tablets und Computer zugänglich sind, können diese Menschen ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Stefania Leone und Salvatore Vaccaro teilen ihre Erfahrungen mit den Auswirkungen der Technologie auf ihr tägliches Leben.

Salvatore Vaccaro, ein Kommunikationsexperte, der sich auf Essens- und Weinveranstaltungen spezialisiert hat, ist seit seiner Geburt blind. Er beschreibt sich selbst als „neugierigen Entdecker“, der immer versucht hat, seine Grenzen in Chancen zu verwandeln. Schon in jungen Jahren erkannte er das Potenzial des technologischen Fortschritts zur Verbesserung seines Lebens: „Technologie ist für meine Arbeit von grundlegender Bedeutung“, sagt Salvatore. Mit Hilfe von Sprachassistenten wie Voice Over und Jaws kann er Texte schreiben, E-Mails verwalten und im Internet surfen und so viele mit seiner Erkrankung verbundene Schwierigkeiten überwinden.

Der Einfluss der Technologie erstreckt sich auch auf Salvatores häusliches Leben: „Dank Hausautomationsanwendungen kann ich jetzt Haushaltsgeräte wie einen Backofen und eine Waschmaschine nutzen.“ Allerdings äußert er seine Besorgnis über die architektonischen Barrieren in italienischen Städten. Sprechen Sie über die täglichen Schwierigkeiten in Rom aufgrund des Mangels an akustischen Ampeln und zugänglichen öffentlichen Verkehrsmitteln. Dennoch ist er sich der entscheidenden Rolle der Technologie bewusst, die ihm dabei hilft, sowohl berufliche als auch persönliche Unabhängigkeit zu erlangen.

Simone Dal Maso, eine auf IT-Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbehinderung spezialisierte Beraterin, unterstreicht, wie künstliche Intelligenz diesen Bereich revolutioniert hat. Er war Mitbegründer von Projekten wie nvapple.it und nvda.it, die sich der Barrierefreiheit widmen. Er erklärt, dass Apps wie Be My Eyes und Seeing AI auf dem Markt seien, die Funktionen bieten, die bis vor Kurzem noch undenkbar waren: von der Identifizierung von Bildern bis hin zur Erkennung von Texten auf Papier oder digitalen Dokumenten.

Dal Maso weist darauf hin, dass diese Technologien nicht nur die Online-Sozialisierung verbessern, sondern auch die Interaktion mit physischen Objekten: „Heute ist es möglich, verpackte Lebensmittel zu erkennen oder Informationen über das Verfallsdatum zu erhalten.“ Er warnt jedoch davor, diese Technologien mit Vorsicht zu nutzen; Fehler können auftreten, wenn die KI ein Bild nicht richtig interpretiert.

Die Zukunft sieht für Dal Maso vielversprechend aus: Wenn einige aktuelle KI-Probleme gelöst werden, könnte sie für blinde Menschen in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu einem unverzichtbaren Werkzeug werden.

Es gibt mehrere nützliche Anwendungen für Menschen mit Sehbehinderungen. Beispielsweise hilft Seeing AI (für iOS) bei der Objekterkennung durch künstliche Intelligenz; Be My Eyes bringt blinde Benutzer mit sehenden Freiwilligen zusammen, um praktische Hilfe zu erhalten. während Audio to Text für WhatsApp Sprachnachrichten in Text umwandelt.

Zu den weiteren Apps gehört Evalues, das registrierten Benutzern mit einem Zertifikat das Online-Lesen von Zeitungen ermöglicht

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