Im Jahr 2024 wird es über 90 Femizide geben, davon allein fünf in der letzten Woche. Diese tragische Situation verdeutlicht einen besorgniserregenden Trend: die Zunahme der Opfer über 70, die oft von Partnern nach langer Ehe getötet werden. Zwischen dem 1. Januar und dem 20. Oktober dieses Jahres wurden 89 Feminizide dokumentiert. Von diesen Opfern wurden 77 im familiären oder emotionalen Kontext ermordet, 48 davon von Partnern oder Ex-Partnern. Daten des Innenministeriums zeigen einen Rückgang der Gesamtzahl der Opfer von 100 auf 89, was einem Rückgang um 11 % entspricht. Auch die Zahl der Straftaten innerhalb der Familie ging zurück: Die Fälle sanken von 82 auf 77 (-6 %), während die Zahl der Feminizide durch Partner oder Ex-Partner von 53 auf 48 (-9 %) zurückging.
Eine wesentliche Veränderung betrifft das Alter der Opfer: Rund ein Fünftel der Femizide im Jahr 2024 betraf Frauen über 70, die oft nach jahrzehntelanger Ehe von ihren Ehemännern ermordet wurden. Zu den symbolträchtigsten Geschichten gehört die von Serenella Mugnai, einer 72-jährigen Frau, die an Alzheimer leidet und von ihrem Ehemann Alessandro Sacchi getötet wurde. oder Elisa Scavone, ermordet von ihrem Ehemann Luciano Sofia in Turin. Ein weiterer Fall ist der von Rosetta Romano, die von ihrem autoritären Ehemann nach Jahren mit ihm erdrosselt und erstickt wurde. Auch Rosa D’Ascenzo und Lucia Felici erlitten das gleiche gewaltsame Schicksal durch ihre Ehemänner. Schließlich wurde Annarita Morelli von ihrem Mann erschossen.
In der letzten Woche kam es zu fünf weiteren Feminiziden. Marina Cavalieri, eine 62-jährige pensionierte Krankenschwester, wurde leblos in ihrem Haus aufgefunden; Ihr Mann wurde später aufgespürt und wegen Mordes verhaftet. Flavia Mello Agonigi, eine 54-jährige Frau, die in Pontedera (Pisa) verschwunden war, wurde tot aufgefunden, nachdem Emanuele Nannetti ihren Körper erstochen und in eine Zisterne geworfen hatte.
Giovanna Chinnici, die während eines Streits in Nova Milanese (Monza) von ihrem Schwager Giuseppe Caputo tödlich erschossen wurde, starb nach schweren Verletzungen im Krankenhaus. Eine weitere tragische Episode ereignete sich am 18. Oktober, als Celeste Palmieri von ihrem Ehemann Mario Furio ermordet wurde, als sie den Supermarkt verließ; Die Frau strebte eine Trennung an und war Mutter von fünf Kindern.
Schließlich verübte Lucian Tuduran am selben Tag einen ähnlichen Mord an seiner Ex-Partnerin Carmela Ion in Civitavecchia: Sie wurde angegriffen und erstickt, während sie keine Möglichkeit hatte, Benachrichtigungen über das elektronische Armband zu empfangen, das der Mann trug.
Die Analyse der Daten lässt darauf schließen, dass trotz des allgemeinen Rückgangs der Feminizide im Vergleich zum Vorjahr noch viel zu tun ist, um dieses dramatische Phänomen anzugehen, das weiterhin Opfer unter italienischen Frauen fordert.